Einschlaf-Trick: Mit einer Gewichtsdecke klappt es endlich!

Es kann einen wirklich rädern, wenn man nicht gut einschlafen kann. Das Schlaf-Defizit wird immer größer, der Druck wächst und zugleich klappt es immer schlechter mit dem Einschlafen. Kennst du das Gefühl? Bei Einschlaf-Problemen gibt es aber einen wirkungsvollen Trick, den du unbedingt mal ausprobieren solltest.

Eine sogenannte Gewichtsdecke kann das Einschlafen erheblich erleichtern.

Eine sogenannte Gewichtsdecke kann das Einschlafen erheblich erleichtern. // Foto: Wavebreakmedia / iStock

Eine Gewichtsdecke vermittelt Geborgenheit

Die Idee, eine Bettdecke mit mehr Gewicht zu füllen, wird schon länger in Krankenhäusern angewendet. Kinder mit Ängsten sowie generell Patienten mit Angst- und Schlafstörungen, mit ADHS oder Autisten können erfahrungsgemäß mit einer schweren Bettdecke besser einschlafen. Die beschwerte Bettdecke drückt ganz sanft und gleichmäßig auf den Körper, was zu einer Entspannung des Nervensystems und damit des ganzen Körpers führt. Eine stattliche, schwere Bettdecke wirkt auch kuschelig, was zu Ausschüttungen des Glückshormons Serotonin führen kann. Genialerweise wird gleichzeitig die Produktion des Schlafhormons Melatonin angeregt. Diese Kombi ist einfach perfekt, um das Einschlafen zu unterstützen. In Australien wurde 2012 durch Untersuchungen in einer Studie belegt, dass eine Gewichtsdecke einerseits bei Einschlaf-Problemen, aber auch bei Angst-Attacken hilft.

Wie schwer soll die Gewichtsdecke sein?

Für Erwachsene rechnet man zwischen 6 und 15 Kilo für eine Gewichtsdecke. Das Gewicht der beschwerten Decke sollte ungefähr zehn Prozent des eigenen Körpergewichts betragen. Bei der Wahl der Decke solltest du in jedem Falle einen Arzt konsultieren.

Wer sollte keine Gewichtsdecke verwenden?

Für Menschen mit Kreislaufproblemen oder Atmenproblemen ist eine Gewichtsdecke ungeeignet und könnte sogar gefährlich werden. Hier sollte lieber der Trick mit dem Herunterkühlen der Körpertemperatur mit dem Fuß erreicht werden, der aus der Decke hervorgestreckt wird und dann abkühlt. Der „Fuß-aus-dem-Bett-halten-Trick“ bewirkt durch die Verengung der Gefäße im Fuß ein Herunterfahren der Körpertemperatur und damit der Aktivität im Körper.

Eine Gewichtsdecke selbst herstellen

Wenn du die schwere Bettdecke kaufst, musst du um 100 Euro dafür einplanen. Willst du die Gewichtsdecke selbst herstellen, dann liest du hier, wie das geht. Du benötigst:

  • einen Bettbezug
  • Stoffreste für ca. 50 gleich große Quadrate je nach Deckengröße
  • Klettband
  • Papierschablone für die Quadrate
  • Füllmaterial (Reis, Bohnen, Linsen etc.)

Der Bettbezug muss vermessen werden, in gleich große Abschnitte eingeteilt und markiert werden. Aus den Stoffresten schneidest du Quadrate zu. Jeweils zwei Quadrate werden zu einem kleinen Beutel zusammengenäht. Eine Seite ein wenig offen lassen, damit die Quadrate befüllt werden können. Die gewünschte Füllung nun gleichmäßig auf die quadratischen Stoffbeutel verteilen. Die Kissen zunähen. Den Bettbezug auf links wenden, genau unterteilen und die Markierungen anschließend auf der breiten Seite mit Klettband benähen. Das Gegenstück zum Klettband auf die andere Innenseite des Bettbezugs nähen. Die Decke nun wieder auf rechts drehen und die Klettstücke zusammendrücken. Mithilfe der Nähmaschine nähst du die längs gezogenen Markierungen nach. So entsteht eine Steppdecke. Dann öffnest du die Klettverschlüsse und legst in die entstandenen Kammern jeweils einen befüllten Beutel. Alles wieder verschließen und fertig ist die Gewichtsdecke.

Die Herstellung einer Gewichtsdecke ist nicht gerade einfach, aber das Ergebnis könnte dich belohnen und Abhilfe von den Einschlaf-Problemen schaffen.