Island: Roadtrip durch die Natur

Es gibt ein paar Länder auf dieser Erde, die jeder Mensch im Leben einmal besucht haben sollte: Dazu gehört in jedem Fall Island. Die Natur, die man hier zu sehen bekommt, ist einfach einmalig und unglaublich schön: Rauschende Wasserfälle, die direkt vor einem tosend in die Tiefe stürzen, Eisberge, die Millionen von Jahren alt sind und ihre letzte Reise in Richtung Meer antreten, Polarlichter, die den Nachthimmel in ein waberndes Farbenspiel tauchen und heiße Quellen, die den Boden dampfen und Geysire in die Höhe schießen lassen. Da Bilder manchmal mehr als tausend Worte sagen, nehmen wir euch mit auf eine kleine Foto-Reise durch Island.

Wasserfälle

Wasserfälle gibt es in Island wie Sand am Meer. Und einer ist schöner als der andere. Der wohl bekannteste ist der Seljalandsfoss, der im Süden Islands am östlichen Rand des berühmten Vulkans Eyjafjallajökull liegt. Das Besondere: Ein kleiner, rutschiger Pfad führt hinter den Wasserfall, so dass man durch ihn hindurch blicken kann. Wem der Weg zu holprig ist, findet ganz in der Nähe den Gljúfurárfoss. Er stürzt von einer Klippe in eine Felsspalte, in die man hineinklettern kann. Zwar wird man dabei ein wenig nass – da die meisten Touristen aber beim Seljalandsfoss hängen bleiben, ist es hier viel ruhiger. Auch hübsch anzuschauen sind der Skogáfoss und der Gulfoss mit seinen gewaltigen Wassermassen.

Heiße Quellen

Wenn es in Island qualmt und raucht, gibt es keinen Grund zur Panik. Der Dampf gehört hier einfach dazu. Die heißen Quellen  ziehen sich durch’s gesamte Land und bieten hin und wieder immer mal wieder die Möglichkeit in einem natürlichen Hot Pool zu baden. Aber bitte nur an den ausgewiesenen Stellen schwimmen gehen – teilweise ist das Wasser kochend heiß und lässt sogar Geysire meterhoch in die Luft schießen. Wer nicht in freier Natur baden möchte, dem sei die blaue Lagune , die Bláa Lónið , ein Thermanfreibad in der Nähe der Hauptstadt Reykjavík ans Herz gelegt. Da die heißen Quellen übrigens Schwefel freisetzen, riecht es zum Teil ganz schön muffig in Island. Selbst beim Duschen mit warmen Wasser kommt der Geruch durch. Man gewöhnt sich aber spätestens nach einem Tag daran …

Islandpferde

Bei einem Roadtrip durch Island kommt man an ihnen nicht vorbei: Islandponys haben sich mit ihrem dicken Fell und den zotteligen Mähnen perfekt dem rauen Klima im hohen Norden angepasst. Wer kann, sollte in jedem Fall einen Ausritt wagen. Auf dem Rücken der Vierbeiner kommt man der wunderschönen Natur Islands noch ein Stückchen näher.

Verlassene Straßen

Ein Auto ist in Island eine verdammt gute Idee. Ansonsten kommt man vermutlich auch nicht sehr weit. Die Ring Road führt einmal um die gesamte Insel, vorbei an allen Sehenswürdigkeiten und unglaublichen Naturschönheiten. Wer nicht gerade zur Hochsaison auf die Insel fährt, kann beim Roadtrip entlang der legendären Route auch viele wunderbare einsame Momente erleben.

Ewiges Eis & Gletscher

In Island sieht man viel Schnee und Eis – ja, auch im Sommer. Rund elf Prozent des gesamten Landes werden von Gletschern bedeckt. Im Südosten des Landes kann man ein tolles Naturschauspiel beobachten: In Jökulsárlón, einem Gletschersee, der am  Rande des Vatnajökull, Europas größtem Gletscher liegt, treiben zum Teil Jahrtausend alte, bis zu 15 Meter hohe Eisberge in das offene Meer. Zum Teil werden sie auch auf dem schwarzen Vulkanstrand angespült und lassen sich dann aus nächster Nähe betrachten. Ein beeindruckender Ort, der auch für viele Hollywood-Blockbuster wie „Tomb Raider, „James Bond: Stirb an einem anderen Tag“ oder „Das Leben des Walter Mitty“ als Filmkulisse diente.

Einsame Orte

Wie oben schon erwähnt, kann es sich durchaus lohnen, Island nicht zur Hauptreisezeit zu besuchen. Zwar kann es dann durchaus teilweise etwas kühl sein, dafür sind viele Landschaften und Orte menschenleer. Und wirken gleich noch viel schöner.

Polarlichter

Wie gerne würden wir dir an dieser Stelle Polarlichter zeigen – leider ist es gar nicht so einfach, dieses Naturschauspiel mit einer herkömmlichen Kamera einzufangen. Vom Handy mal ganz zu schweigen – mindestens 100 Mal abgedrückt und nur schwarze Nacht zu sehen. Tatsächlich würde aber auch kein Bild dieser Welt zeigen, wie unglaublich schön Nordlichter sind. Das muss man unbedingt einmal live erlebt haben. Sehr hilfreich ist übrigens eine Polarlichter-App, die anzeigt, wann die Aktivität am Himmel besonders hoch ist. So muss man nicht nächtelang im Freien verbringen und in den Himmel starren.