Morgenmuffel? Wir haben Überlebenstipps!

Der Morgenmuffel weiß, warum es Morgengrauen heißt: Mit dem aus der Dämmerung erwachenden Tagesanfang hat das Wort nichts zu tun. Grauenhaft ist für den Morgenmuffel (nettere Menschen nennen ihn übrigens Nachteule), sein Bett verlassen zu müssen und zwar zu einem Zeitpunkt, zu dem sich Bio-Rhythmus und Zeitanzeige auf dem11 Wecker einig sind: Es ist verdammt noch mal verdammt früh!

Wenn der Morgenmuffel doch wenigstens jeden Tag jemanden hätte, der ihm einen Kaffee ans Bett bringt ... // Foto: Yuri_Arcurs / Getty Images

Wenn der Morgenmuffel doch wenigstens jeden Tag jemanden hätte, der ihm einen Kaffee ans Bett bringt … // Foto: Yuri_Arcurs / Getty Images

1. Überlebenstipps für den Morgenmuffel

Leider zieht das Argument, dass der Biorhythmus eines jeden Menschen individuell und nicht veränderbar ist, beim Chef nicht und auch Kinder, Katzen oder Kunden lassen sich nur wenig davon beeindrucken. Wie also kann der Morgenmuffel in den Tag starten, der seiner Meinung nach noch gar nicht beginnen sollte?

2. Musik macht müde Menschen munter

Mit Musik ist alles schöner, sogar das verhasste Aufstehen zu unchristlicher Zeit. Werde endlich deinen nervtötenden Piepton-Wecker los und besorge dir einen Radio- beziehungsweise MP3-Wecker, damit dir Melodien den Tagesstart versüßen, die sofort gute Laune machen.

3. Helligkeit hilft

Wenn du schon dabei bist, dir einen neuen Wecker zu kaufen: Investiere direkt in einen, der Tageslicht simuliert. Diese Geräte verströmen einige Zeit, bevor sie dich mit Naturgeräuschen oder Musik wecken, bereits stufenweise heller werdendes Licht. So wird deinem Körper suggeriert, dass es Tag ist und die Sonne scheint. Dein Organismus hört daraufhin auf, das Schlafhormon Melatonin zu produzieren und konzentriert sich auf das Wachhormon Serotonin.

4. Bloß nicht hetzen

Es mag paradox klingen, aber ein Morgenmuffel steht besser eine halbe Stunde eher auf, als dass er bis zur letztmöglichen Millisekunde in den Federn bleibt. Dann nämlich stürzt man schlechtgelaunt ins Bad (wenn die Dinge richtig gut laufen, stößt man sich auf dem Weg dorthin noch den Zeh an der Türkante), hat keine Zeit mehr fürs Frühstück und kommt gehetzt im Büro oder wo auch immer an.

Lieber im Bett strecken und räkeln, dann aufstehen, in Ruhe ins Bad schlurfen (Vorsicht an der Tür!) und anschließend Zeit fürs Frühstück haben. Wer nichts runterkriegt, nippt wenigstens einen Tee oder Kaffee.

5. Strukturen stützen

Rituale helfen Morgenmuffeln, die Zeit, bis ihr Hirn ebenso wach wie der Körper ist, zu überstehen. Am besten planst du deinen Morgen durch und versuchst dich, im Alltag daran zu halten: Überleg dir am Vorabend, was du Anziehen und Frühstücken willst und gewöhn dir an, dich fünf Minuten der Zeitung zu widmen. Alternativ kannst du auch meditieren, Musik hören, mit dem Hund spielen, was auch immer dir gefällt. Übrigens ist es mittlerweile erwiesen, dass es die Laune fördert, wenn man in alten Facebook-Fotoalben stöbert. Wer also morgens gerne mit dem Smartphone spielt, könnte sich das angewöhnen.

6. Bewegung lindert den Kaltstart

Ähnlich beliebt wie die kalte Dusche (die tatsächlich beim Wachwerden hilft) ist bei dem Morgenmuffel der Frühsport. Aber auch hier gilt: Er bringt den Kreislauf in Schwung, was munter und wach macht.

Die gute Nachricht ist, dass du dir nicht abends deine Joggingschuhe vors Bett stellen musst, um nach dem Wachwerden loszurennen. Es reicht, wenn du dir angewöhnst, im Bett ein paar Stretching-Übungen zu machen oder vor der Dusche eine Mini-Wachwerd-Trainingseinheit: 30 Sekunden auf der Stelle rennen, 20 Hampelmänner und 20 Kniebeugen – du wirst sehen, danach bleiben deine Augen schon fast von alleine offen!