Pickel am Kinn: So wirst du sie endlich los!

Pickel am Kinn können ganz schön lästig sein. // Foto: gpointstudio / iStock

Pickel am Kinn können ganz schön lästig sein. // Foto: gpointstudio / iStock

Eigentlich dachten wir ja, dass wir nach der Pubertät mit Pickeln fertig wären. Aber Pustekuchen! Häufig kommen die nervigen Hautunreinheiten später noch einmal zurück und ärgern uns dann umso mehr. Wer hat schon gerne unreine Haut mit 20 oder 30!? Besonders hartnäckig sind Pickel am Kinn. Wir zeigen dir drei mögliche Auslöser und wie du sie möglichst schnell wieder los wirst.

1. Pickel am Kinn durch Hormone

Nicht nur, dass wir uns alle vier Wochen mit unserer Periode rumärgern müssen – der weibliche Zyklus kann auch Versucher von Pickeln rund ums Kinn und entlang der Kieferlinie sein. Schuld sind die Hormone, die sich während dieser Zeit umstellen. Besonders durch die vermehrte Produktion des männlichen Hormons Testosteron wird die Talgproduktion angeregt. Dadurch können die Talgdrüsen leicht verstopfen und sich entzünden. Kurz bevor du deine Tage bekommst, solltest du daher auf eine gründliche Reinigung morgens und abends achten. Nimm dazu am besten ein mildes, nicht rückfettendes Waschgel. Und bitte nicht zu viel peelen oder waschen: Dadurch zerstörst du den Säureschutzmantel der Haut, wodurch Bakterien ein leichtes Spiel haben und es zu eitrigen Entzündungen kommen kann. Sollte sich trotz der gründlichen Reinigung mal ein Pickel bilden, drück ihn bitte nicht aus. Besser ist es, ihn mit entzündungshemmendem Teebaumöl oder einem kaschierenden Anti-Pickel-Stift zu betupfen, damit er schnell heilt.

2. Pickel am Kinn durch Schal oder Rollkragenpullis

Gerade im Winter kann es auch sein, dass dein Schal oder Pullis mit Rollkragen die Verursacher der Pickel am Kinn sind. Denn in ihnen sammeln sich nicht nur Bakterien, die dann auf die Haut übergehen, durch die Reibung des Stoffs und Wechsel von kalter Winterluft und warmer Zimmerluft, ist der Säureschutzmantel ohnehin angegriffen. So können Bakterien schnell Entzündungen auslösen. Achte daher darauf, Schals und Rollkragenpullis regelmäßig zu waschen. Wenn du merkst, dass deine Haut im Winter besonders empfindlich ist, kann es auch Sinn machen, Schal und Rollis erst einmal nicht mehr anzuziehen. So hat deine Haut Zeit, sich wieder zu beruhigen. Übrigens solltest du auch versuchen, dein Gesicht nicht ständig mit den Händen zu berühren. Auch so gelangen viele Bakterien ans Kinn. Gleiches gilt für dein Handy – desinfiziere es am besten regelmäßig. Schnell und easy geht das zum Beispiel mit speziellen Reinigungstüchern, die du in deine Handtasche packen kannst. Dann hast du sie immer griffbereit.

3. Pickel am Kinn durch Stewardessen-Krankheit

Von der Stewardessen-Krankheit, auch periorale Dermatitis genannt, hast du vielleicht schon einmal gehört. Hierbei handelt es sich um eine Krankheit, die entsteht, weil die Haut überpflegt wurde. Dadurch gerät sie so durcheinander, dass sie kein eigenes Fett mehr produziert. In der Folge wird sie schuppig und trocken und reagiert auf Bakterien oder Pilze dann mit einem Ausschlag, der sich in Form von kleinen Knötchen und Bläschen rund um den Mund zeigt. Wenn du deine Haut also sehr viel wäscht und eincremst und sie mit Pickelchen im Bereich des Kinns reagiert, kann es sein, dass du unter der Stewardessen-Krankheit leidest. In diesem Fall solltest du sofort auf alle Beauty-Produkte verzichten und nur noch Wasser an deine Haut lassen. Umschläge mit Schwarztee können helfen, die Entzündung einzudämmen, da die Gerbstoffe reizlindernd wirken. Wenn deine Haut nicht besser wird, solltest du in jedem Fall einen Hautarzt aufsuchen. Er kann dir ein Antibiotikum aufschreiben.