Schuhe einlaufen: Ohne Schmerzen, ohne Blasen

Schuhe einlaufen muss nicht weg tun! // Foto: Justin Case / GettyImages

Schuhe einlaufen muss nicht weg tun! // Foto: Justin Case / GettyImages

Schuhe einlaufen ist ein leidiges Thema. Da hat man sich ein paar hübsche, neue Sandalen zugelegt und möchte sie am liebsten nie wieder ausziehen. Doch gerade am Anfang kann es gut sein, dass die brandneuen Lieblingstreter fies drücken oder sogar zu Blasen führen. Aber keine Sorge: Wir haben 9 Tipps zusammengetragen und zeigen euch, wie ihr eure Schuhe einlaufen könnt – schmerzfrei natürlich!

1. Am Abend anprobieren

Im Laufe des Tages schwellen unsere Füße immer ein wenig an. Daher ist es ratsam, neue Schuhe immer am Nachmittag oder noch besser am Abend zu kaufen. So geht ihr auf Nummer sicher, dass die neuen Schuhe nicht zu eng sitzen und beim Einlaufen keine Probleme verursachen.

2. Passende Schuhe kaufen

Du trägst 39 und die absolut hübschesten Designer-Schuhe sind gerade im Sale – aber leider nur noch in Größe 38? Finger weg! Schnäppchen verleiten ungemein zum Kauf – auf Dauer machst du dir damit aber nur deine Füße kaputt.

3. Schuhe einlaufen: Immer schön langsam

Wir wissen, wie schwer das ist, aber: Die neuen Lieblingstreter sollte man am besten langsam einlaufen und nicht gleich einen ganzen Abend damit durchtanzen. Am besten zieht man sie zu Hause immer mal wieder für kurze Zeit an, bis man das Gefühl hat, dass sie richtig bequem sind. Wer im Job viel sitzen muss, kann die Schuhe auch prima im Büro einlaufen.

4. Schubbernde Stellen sofort behandeln

Schon beim kleinsten Anzeichen, dass der Schuh zu eng sein könnte, sollte man reagieren und die betroffene Stelle dünn mit Vaseline oder einem speziellen Anti-Blasenstift (z. B. von Compeed) einreiben. So minimiert man die Reibung, die im schlimmsten Fall zu einer Blase führen kann. Wem das zu rutschig ist, kann es auch mit Babypuder probieren.

5. Schuhe weiten

Gerade Lederschuhe muss man am Anfang ein wenig mehr dehnen, bis sie sich dem Fuß perfekt anpassen. Sind die Schuhe sehr eng, läuft man sie am besten mit Tennissocken ein. Das schont die Füße und weitet die Treter. Bitte nicht Freundinnen mit größeren Füßen deine Schuhe einlaufen lassen – jeder Fuß ist anders und schließlich soll er dir perfekt passen, nicht ihr. Auch Franzbranntwein zum Weiten von Schuhen ist keine gute Idee, weil der Alkohol Flecken auf Stoff, Leder und Wildleder hinterlassen kann. Das Gleiche gilt für Wasser oder nasse Socken. Besser Hirschtalg-Creme von innen auftragen – das macht den Schuh geschmeidig. Oder Schuhspanner oder Dehnspray (gibt’s im Schuhgeschäft) kaufen. Wenn nichts hilft, ab zum Schuster: Mit speziellem Werkzeug kann er Lederschuhe weich und weiter klopfen.

6. Ersatzschuhe dabei haben

Ihr wollt eure neuen Schuhe auf der Party am Wochenende anziehen, obwohl sie nicht so richtig bequem sind? Dann nehmt in jedem Fall ein Paar andere Schuhe mit. Wenn eure Füße bzw. Schuhe euch gar nicht mehr tragen wollen, ist die Rettung nicht weit weg.

7. Harte Sohlen weicher machen

Es gibt Schuhe, die eine unglaublich harte Sohle haben, wie z. B.  Loafer. Vor dem ersten Anziehen biegt man sie am besten einmal vorsichtig durch, damit sie geschmeidiger werden. Und trägt sie erst einmal nur einen halben Tag an und tauscht sie dann gegen bequemere Exemplare. Dann einen Tag pausieren und einen neuen Anlauf wagen. So haben die Füße Zeit sich zu regenerieren, was den Schmerz beim Einlaufen minimiert.

8. Rutschige Sohlen ablaufen

Außer Schmerzen können gerade High Heels oftmals ein ganz anderes Problem verursachen: Die Sohlen sind am Anfang häufig superrutschig. Das hilft: Anziehen und damit vorsichtig über eine Straße schlurfen. Alternativ kann man die Sohlen auch mit Schmirgelpapier abrubbeln.

9. Den richtigen Zeitpunkt wählen

Klingt banal, ist aber eigentlich der beste Tipp ever: Zieht eure Lieblingsschuhe am besten dann an, wenn ihr einen besonderen Tag oder Abend vor euch habt. Selbst wenn die Füße schmerzen, hat man das Gefühl der Einsatz habe sich gelohnt. Noch besser: Ein kleiner Schwipps! Ja, auch schmerzende Füße kann man sich schöner trinken.