Seife selber machen: Schritt für Schritt erklärt

Wir zeigen euch, wie ihr Seife selber machen könnt. // Foto: Ls9907 / iStock

Wir zeigen euch, wie ihr Seife selber machen könnt. // Foto: Ls9907 / iStock

Selbstgemachte Seife sieht nicht nur hübsch aus. Da man die Zutaten eigenhändig zusammenmischt, weiß man auch genau, was man später an seine Haut lässt. Die Zubereitung ist eigentlich ganz leicht – man muss nur unbedingt ein paar Dinge beachten. Wir zeigen euch Schritt für Schritt, wie ihr Seife selber machen könnt.

Die Vorbereitung

Für die Herstellung von Seife benötigt man Natronlauge. Diese wirkt jedoch ätzend und kann die Haut angreifen. Folgende Vorsichtmaßnahmen sollten beim Anrühren daher zwingend eingehalten werden.

  • Such dir einen Raum, den du ausreichend belüften kannst, damit du die Dämpfe nicht einatmest. Trag zusätzlich einen Mundschutz. Außerdem muss dir fließend Wasser zur Verfügung stehen.
  • Deine Hände und Arme solltest du mit dicken Gummihandschuhen schützen, die Augen mit einer Schutzbrille.  Dünne Einmalhandschuhe reichen nicht aus.
  • Zieh am besten alte Kleidung an oder binde dir eine Schürze um, die dreckig werden darf.

Die benötigten Utensilien

Die Arbeitsfläche und alle Hilfmittel zum Anrühren dürfen nicht aus Aluminium sein, da Natronlauge sie angreift. Behälter sollten aus Plastik oder Edelstahl bestehen.

Du brauchst:

  • einen großen Topf, der ca. vier bis fünf Liter fasst
  • einen kleinen Topf zum Schmelzen
  • einen Kochlöffel
  • mehrere Plastikgefäße oder Förmchen aus Plastik
  • eine Küchenwaage

Die Zutaten

Mit diesen Mengenangaben kannst du ca. zwei Blöcke Seife herstellen, die du später zu kleineren Seifenstücken zurechtschneiden kannst.

Du brauchst:

  • 250 g Kokosöl
  • 350 g Olivenöl
  • 300 g Rapsöl
  • 120 g Natriumhydroxid (aus der Apotheke)
  • 260 ml destilliertes Wasser

Seife selber machen: Los geht’s!

  • Die Öle in den großen Topf geben und vorsichtig erwärmen.
  • Nun musst du die Lauge anmischen: Dazu gibst du das destillierte Wasser in den kleinen Topf und schüttest vorsichtig das Natriumhydroxid dazu. Achtung: Beim Auflösen erwärmt sich die Lauge und es entstehen Dämpfe. Diese nicht einatmen!
  • Wenn sich alle Kristalle vollständig aufgelöst haben, gießt du die Laugenlösung langsam in den Topf mit den Ölen.
  • Gut durchrühren, bis eine relativ dickflüssige Seifenmasse entsteht.
  • Gieß die Masse in rechteckige Behälter oder kleine Plastikförmchen.
  • Lass die Seife mindestens 48 Stunden trocknen. Anschließend kannst du sie aus den Formen lösen oder zurechtschneiden.
  • Bevor du sie verwenden kannst, muss die Seife am besten noch einmal rund vier Wochen richtig durchtrocknen – am besten an einem dunklen, kühlen Ort.
  • Zum Verschenken kannst du die Seife in Wachspapier wickeln oder mit einem groben Band umwickeln. Das sieht super hübsch aus!