Shampoo selber machen: 2 DIY-Anleitungen

Shampoo selber machen ist gar nicht schwer! // Foto: Salvador Benítez San José / iStock

Shampoo selber machen ist gar nicht schwer! // Foto: Salvador Benítez San José / iStock

Habt ihr gewusst, dass man Shampoo selber machen kann? Wir verraten euch drei Rezepte, die ihr unbedingt mal ausprobieren müsst. Keine Sorge: Ihr benötigt nur ein paar Zutaten und auch die Herstellung geht kinderleicht.

1. Shampoo selber machen: Gut zu wissen

Die drei Shampoos, die wir euch hier zeigen, eignen sich besonders für Menschen mit empfindlicher Kopfhaut oder Allergien, da sie auf natürlichen Inhaltsstoffen beruhen. Allerdings kann es auch bei Natursubstanzen zu allergischen Reaktionen kommen. Wenn das Shampoo also brennen sollte oder eure Haut mit Rötungen reagiert, solltet ihr es nicht weiter benutzen. Ansonsten gilt: Haut und Haar brauchen ein wenig Zeit fürdie Umstellung. Daher solltet ihr den Shampoos mindestens drei bis vier Wochen Zeit geben, ehe ihr euer Urteil fällt. Falls ihr auf Duft übrigens nicht verzichten wollt, könnt ihr tropfenweise ätherische Öle wie z. B. Lavendel oder Kamille untermischen. Natürlich nur, wenn ihr auf Duftstoffe nicht allergisch reagiert. Beide Shampoos halten sich rund zwei Wochen, wenn ihr sie im Kühlschrank aufbewahrt.

2. Shampoo aus Waschnüssen

Vielleicht habt ihr sie im Reformhaus oder der Drogerie schon einmal gesehen: Waschnüsse gehören zu den sogenannten Seifenbaumgewächsen. Und wie der Name schon verrät, haben sie eine schäumende Wirkung. Genauer gesagt die Saponine in der Schale. Um daran zu kommen, muss man die Nüsse allerdings erst in Wasser einweichen.

So geht’s:

  • 5 Nüsse zerkleinern (z. B. in eine Tüte füllen und mit dem Hammer darauf hauen).
  • Zusammen mit einem halben Liter Wasser und einem halben Liter Apfelessig mindestens zwölf Stunden in einem verschließbaren Gefäß stehen lassen.
  • Die Flüssigkeit durch ein Sieb in eine leere Flasche gießen. Das Waschnuss-Shampoo ist nun einsatzbereit.
  • Das Shampoo  in die Haare  einmassieren, kurz einwirken lassen und anschließend gründlich ausspülen.

Statt Waschnüssen kann man im Herbst auch Kastanien sammeln und diese verwenden. Da Waschnüsse häufig aus Indien importiert werden, fällt die Öko-Bilanz so noch besser aus.

3. Shampoo selber machen aus Natron

Natron hat im Haushalt vielfältige Verwendungen: Es beseitigt hartnäckige Verschmutzungen, es neutralisiert Gerüche und macht das Wasser beim Wäschewaschen weicher. Das funktioniert natürlich auch beim Haarewaschen, weshalb man aus Natron super ein Shampoo herstellen kann. Das weiße Pulver könnt ihr in der Drogerie, der Apotheke oder dem Reformhaus kaufen.

So geht’s:

  • Einen Teelöffel Natron in 250 Milliliter lauwarmen Wasser auflösen.
  • In eine leere Sprühflasche füllen.
  • Unter der Dusche den gesamten Inhalt ins nasse Haar sprühen.
  • Kurz einwirken lassen und anschließend gut ausspülen.

Bei sehr langen Haaren lohnt es sich eventuell, direkt mehr Natron-Shampoo herzustellen und zu verwenden. Achtung bei gefärbten Haaren: Natron hat eine bleichende Wirkung und sollte daher nicht benutzt werden.